Die Psychologin liest: Ausgesprochen stark von Svenja Kinder
Zugänglich und praxisnah, psychologisch aber oft zu pauschal
Buch ansehen*
3,5/5 Sterne
Hinweis: Dieses Buch wurde mir vom Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung oder den Inhalt dieser Rezension.
Einordnung im Genre
„Ausgesprochen stark“ von Svenja Kinder ist ein psychologischer Ratgeber rund um Ehrlichkeit, offene Kommunikation und die Frage, warum es uns manchmal so schwerfällt, auszusprechen, was wir denken, fühlen oder brauchen. Dabei geht es um familiäre Prägungen, Angst vor Ablehnung, Schuld und Scham, aber auch ganz praktisch darum, Gefühle in Worte zu fassen, schwierige Gespräche zu führen und anderen empathisch zuzuhören. Das Buch richtet sich meines Erachtens vor allem an Leser:innen, die sich bislang noch nicht intensiver mit Kommunikation, Bedürfnissen und psychologischen Zusammenhängen beschäftigt haben. Genau das ist für meine Bewertung entscheidend: Für mich persönlich bleibt vieles zu niedrigschwellig, für die passende Zielgruppe kann gerade diese Zugänglichkeit ein Vorteil sein.
Erster Eindruck, Cover und Gestaltung
Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Das Buch wirkt hochwertig, das Cover ist modern und fällt durch die große Typografie und die warmen Rosa- und Orangetöne sofort ins Auge. Auch inhaltlich passt die Gestaltung zum Thema: Das Wort „stark“ nimmt viel Raum ein und greift damit bereits die Idee auf, die eigene Stimme zu finden und zu benutzen. Noch besser gefällt mir zunächst die Gestaltung im Inneren. Die Kapitel sind kurz, übersichtlich und lassen sich gut einzeln lesen. Immer wieder gibt es kleine „Denk dran“-Kästen, Impulsfragen, Reflexionsübungen und konkrete Beispiele. Dadurch liest sich das Buch sehr flüssig und animiert durchaus zum Weiterlesen. Man kann problemlos ein Kapitel zwischendurch lesen, was gut zu einem niedrigschwelligen Ratgeber passt.
Einfluss familiärer Prägungen
Besonders gelungen finde ich zunächst die Kapitel über familiäre Prägungen. Dass wir als Kinder erleben, wie in unserer Familie mit Gefühlen, Konflikten und Bedürfnissen umgegangen wird, beeinflusst auch unsere spätere Kommunikation. Wer früh lernt, dass bestimmte Gefühle unerwünscht sind, Probleme nicht angesprochen werden oder Harmonie wichtiger ist als das eigene Erleben, entwickelt andere Strategien als jemand, dessen Gefühle ernst genommen und sprachlich begleitet werden. Hier greift das Buch einen für mich wichtigen Gedanken auf und schafft einen guten Zugang zu der Frage, warum manche Menschen ihre Bedürfnisse problemlos aussprechen, während andere bereits bei der Vorstellung eines Konflikts Angst, Schuld oder Scham erleben.
Weniger überzeugt mich die Einführung des „inneren Kindes“. Dieses wird sehr selbstverständlich als handelnde innere Instanz beschrieben, ohne zunächst ausreichend zu erklären, dass es sich um ein psychologisches Modell beziehungsweise eine Metapher für bestimmte innere Zustände und früh gelernte Muster handelt. Wenig später taucht die Schematherapie mit frühen maladaptiven Schemata auf, ohne dass wirklich erklärt wird, was diese Therapieform ist oder wie diese Konzepte miteinander zusammenhängen. Für Leser:innen ohne Vorwissen kann dadurch der Eindruck entstehen, das „innere Kind“ sei eine klar definierte psychologische Instanz.
Wenn psychologische Erklärungen zu kurz greifen
Hier zeigt sich ein Problem, das mich durch größere Teile des Buches begleitet. Viele psychologische Themen werden angesprochen, aber nur kurz erklärt. Besonders bei Schuld und Scham reicht mir die Differenzierung nicht aus. Die Unterscheidung zwischen „Ich habe etwas falsch gemacht“ und „Ich bin falsch“ ist sinnvoll und gut verständlich. Sie kann dabei helfen, Verantwortung für eine Handlung von einer umfassenden Abwertung der eigenen Person zu unterscheiden. Gleichzeitig fehlen mir die Funktionen dieser Emotionen. Schuld ist nicht generell etwas, von dem wir uns befreien müssen. Angemessene Schuld kann dazu beitragen, Verantwortung zu übernehmen, Verhalten zu korrigieren oder Wiedergutmachung anzustreben. Auch Scham hat eine soziale Funktion und lässt sich nicht allein auf einen instabilen Selbstwert reduzieren.
Umso skeptischer werde ich bei Formulierungen, die nahelegen, man könne Schuld und Scham bewusst ablegen oder festlegen, wie man sich von nun an fühlen möchte. Wir können Bewertungen überprüfen, Selbstmitgefühl entwickeln, Verantwortung realistischer einordnen und langfristig lernen, anders mit Emotionen umzugehen. Gefühle lassen sich jedoch nicht beliebig durch eine Entscheidung abschalten. Ähnlich geht es mir bei verschiedenen Ängsten. Einige Mechanismen erklärt das Buch gut, besonders die Angst vor der Angst, die Angst vor intensiven Gefühlen oder die Befürchtung, die Kontrolle zu verlieren. An anderen Stellen werden zahlreiche Ängste nacheinander beschrieben, ohne dass daraus für mich noch viel neuer Erkenntnisgewinn entsteht. Hier hätte eine stärkere Straffung dem Buch gutgetan.
Wo mir das Buch fachlich zu weit geht
Deutlich kritischer sehe ich Passagen, in denen komplexe psychische oder körperliche Beschwerden mit emotionaler Verdrängung und Schweigen verknüpft werden. Die Autorin beschreibt sehr persönlich eigene Erfahrungen mit Angst, Panik, Depersonalisation sowie Derealisation und führt diese Beschwerden auf emotionale Verdrängung zurück. Solche Einflüsse dürfen in einem Ratgeber selbstverständlich Platz haben. Schwierig finde ich jedoch den Kontext, in dem diese stehen. Wenn ein Kapitel davon handelt, dass Schweigen krank machen kann und anschließend mehrere psychische bzw. psychosomatische Beschwerden genannt werden, bekommt eine persönliche Erklärung schnell den Charakter einer allgemeinen Ursache. Psychische Erkrankungen und psychosomatische Beschwerden entstehen nicht nach einem so linearen Muster. Biologische, psychologische und soziale Faktoren greifen ineinander. Dass dauerhaft unterdrückte Emotionen und belastende Lebenssituationen psychisch und körperlich relevant sein können, ist etwas anderes als die Aussage, bestimmte Erkrankungen entstünden, weil jemand Gedanken oder Gefühle nicht ausspricht. Gerade bei Depersonalisation und Derealisation hätte ich mir deshalb eine sorgfältigere Einordnung gewünscht. Die Symptome werden nur knapp erklärt und dann in einen sehr direkten Zusammenhang mit dem zentralen Thema des Buches gestellt. Hier greift der Ratgeber für mich fachlich weiter, als er anschließend ausarbeitet. Positiv ist allerdings, dass die Autorin später klare Grenzen der Selbsthilfe benennt und bei anhaltender erheblicher Belastung, Suizidgedanken, psychotischen Symptomen oder anderen ernsthaften Problemen ausdrücklich auf professionelle Unterstützung verweist.
Sprache zwischen Nähe und fehlender Distanz
Die Sprache ist leicht verständlich und die direkte Ansprache macht den Text zunächst sehr zugänglich. Svenja Kinder schreibt konsequent nah an ihren Leser:innen und verwendet einen Ton, der eher an ein persönliches Gespräch als an ein psychologisches Fachbuch erinnert. Mit zunehmender Lesedauer ist mir das teilweise zu viel. Formulierungen wie „Ding Ding Ding“ oder „und schwupps“ wirken sehr umgangssprachlich. Dazu kommen viele Wiederholungen, Füllwörter und Aussagen, die nach einem sehr direkten Wenn-Dann-Prinzip funktionieren: Wenn du etwas Bestimmtes tust, folgt daraus eine bestimmte Veränderung. Gerade bei psychologischen Themen wünsche ich mir mehr Zurückhaltung. Ehrlichkeit kann Beziehungen verändern, Entlastung schaffen und dazu beitragen, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen. Sie garantiert aber weder psychische Gesundheit noch gelingende Beziehungen.
Auch Aussagen wie sinngemäß „Sei ganz ungefiltert du selbst“ finde ich zu pauschal. Authentizität bedeutet für mich nicht, jeden Gedanken unmittelbar auszusprechen. Wir bewegen uns in unterschiedlichen sozialen Kontexten und Rollen. Zur sozialen Kompetenz gehört auch, abzuwägen, was ich wann, wie und gegenüber wem kommuniziere. Sprachlich fällt mir außerdem auf, dass das Buch nicht konsequent gendert. Teilweise werden verschiedene Geschlechter ausdrücklich genannt, an anderen Stellen stehen wieder nur männliche Formen. Diese Uneinheitlichkeit wirkt auf mich redaktionell nicht ganz sauber und fällt bei einem aktuellen psychologischen Ratgeber durchaus auf.
Der Praxisteil ist für mich der stärkere Teil
Deutlich besser gefällt mir „Ausgesprochen stark“, sobald das Buch konkreter wird. Hilfreich finde ich beispielsweise die Übungen, bei denen Leser:innen zwischen Erwartungen von außen und den eigenen Erwartungen unterscheiden. Auch die Reflexionsfragen zu Schuld und Verantwortung enthalten sinnvolle Ansätze. Wo lag tatsächlich mein Einfluss? Wofür bin ich verantwortlich und wofür nicht? Habe ich einen Fehler gemacht oder werte ich aufgrund dieses Fehlers gleich meine gesamte Person ab? Auch das Kapitel darüber, Gefühle überhaupt erst einmal wahrzunehmen und in Worte zu übersetzen, gefällt mir. Viele Menschen haben nie gelernt, ihr inneres Erleben sprachlich genauer zu differenzieren. Der Einstieg über Gefühle und Bedürfnisse ist deshalb sinnvoll. Die Bedürfnispyramide bietet dafür einen anschaulichen, wenn auch stark vereinfachten Zugang.
Besonders nützlich finde ich die Kapitel über herausfordernde Gespräche. Wie bereite ich mich vor? Wie bleibe ich bei mir? Was mache ich, wenn mein Gegenüber ganz anders reagiert, als ich gehofft habe? Was passiert, wenn gar keine Reaktion erfolgt oder ein Gespräch eskaliert? Die Hinweise zur Deeskalation passen gut zum Thema und gehören für mich zu den überzeugenderen Teilen des Buches. Dasselbe gilt für empathisches Zuhören. Die Unterscheidung zwischen Empathie, Mitgefühl und Mitleid ist sinnvoll, ebenso die Frage, wie ich für andere emotional erreichbar sein kann, ohne dabei meine eigenen Grenzen zu verlieren. Am Buchende gibt es außerdem ein Bonuskapitel nach dem Prinzip „Was du sagen kannst, wenn …“. Dort finden sich Formulierungshilfen für konkrete Situationen, beispielsweise wenn man sich entschuldigen möchte, sich missverstanden bzw. überfordert fühlt oder eine Veränderung ansprechen will. Gerade für Menschen, denen in schwierigen Situationen die Worte fehlen, sehe ich darin einen praktischen Nutzen.
Partnerschaft, Familie und Freundschaften
Im letzten Teil wird das bisher Gelernte auf verschiedene Beziehungskontexte übertragen: Es geht um Partnerschaften, familiäre Konflikte und Freundschaften. Hier empfinde ich das Buch zunehmend als redundant. Vieles läuft erneut darauf hinaus, ehrlich und gleichzeitig empathisch zu kommunizieren, zuzuhören und Bedürfnisse auszusprechen. Das ist sinnvoll, hätte für mich aber nicht in jedem dieser Kontexte noch einmal so ausführlich wiederholt werden müssen. Die einzelnen Beziehungsformen unterscheiden sich durchaus in Nähe, Abhängigkeiten, Erwartungen und Rollen, diese Unterschiede werden mir jedoch nicht konsequent genug herausgearbeitet.
Auch die „zehn goldenen Regeln echter Freundschaft“ überzeugen mich nicht. Schon die Bezeichnung „echte Freundschaft“ enthält eine Wertung und setzt damit eine normative Messlatte dafür, welche Form von Freundschaft als richtig oder vollwertig gelten soll. Freundschaften können jedoch sehr unterschiedlich aussehen: Manche sind eng und emotional intensiv, andere bestehen über Jahrzehnte mit wenig Kontakt. Menschen können sehr lose oder ganz tief miteinander verbunden sein, ohne dass die eine Form automatisch mehr „echte“ Freundschaft darstellt als die andere. Solche festen Regeln erzeugen schnell hohe Erwartungen, an denen reale Beziehungen unnötig gemessen werden.
Struktur und Wiederholungen
Insgesamt fehlt mir etwas der klare psychologische Aufbau. Ich hätte mir zunächst eine gemeinsame Grundlage gewünscht: Was sind Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse? Wie unterscheiden sie sich, wie beeinflussen sie sich gegenseitig und wie erkenne ich überhaupt, was in mir passiert? Darauf hätte man aufbauen können: Welche Ängste, Scham- und Schuldgefühle oder erlernten Muster hindern mich daran, etwas auszusprechen? Wie formuliere ich anschließend meine Bedürfnisse? Wie höre ich meinem Gegenüber zu? Und wie setze ich diese Fähigkeiten schließlich in konkreten Beziehungen und Konflikten ein? Eine solche Struktur hätte für mich einen stärkeren roten Faden geschaffen. Auch eine klarere Orientierung an bedürfnisorientierter Kommunikation oder Elementen der gewaltfreien Kommunikation hätte dem Buch zusätzliche Ordnung geben können.
So kehren einzelne Themen immer wieder zurück, ohne jedes Mal wesentlich vertieft zu werden. Besonders bei Schuld und Scham entsteht für mich der Eindruck, dass Wiederholung teilweise an die Stelle einer genaueren Erklärung tritt. Ganz am Ende werden viele Empfehlungen noch einmal zusammengefasst, dazu kommen weitere Übungen und die sogenannte "Mutformel" aus Motivation, Unsicherheit und Tun. Auch das ist gut zugänglich, verstärkt aber meinen Eindruck, dass das Buch mehr Umfang hat, als der eigentliche Informationsgehalt benötigt.
Wissenschaftlichkeit und Quellen
Hier finde ich wichtig, das Buch an seinem eigenen Anspruch zu messen. „Ausgesprochen stark“ ist ein Ratgeber und kein psychologisches Fachbuch. Ich erwarte deshalb weder eine wissenschaftliche Abhandlung noch ausführliche methodische Diskussionen zu jeder Studie. Ein Quellenverzeichnis ist vorhanden und im Text finden sich entsprechende Verweise. Für einen niedrigschwelligen Ratgeber ist das zunächst angemessen.
Trotzdem wünsche ich mir bei weitreichenden psychologischen und medizinischen Aussagen mehr wissenschaftliche Sorgfalt. Wenn psychische Erkrankungen, psychosomatische Beschwerden oder konkrete Symptome angesprochen werden, reicht für mich eine sehr kurze Erklärung mit anschließender allgemeiner Schlussfolgerung nicht aus. Gerade dort müsste deutlicher zwischen persönlicher Erfahrung, plausibler psychologischer Interpretation und wissenschaftlich belegten Zusammenhängen unterschieden werden. Auch das Kapitel zu NLP hätte für mich eine kritischere Einordnung benötigt. Einzelne Übungen zu Selbstgesprächen oder sprachlichen Veränderungen können hilfreich sein, das Verfahren als Ganzes verfügt jedoch nicht über dieselbe wissenschaftliche Absicherung wie etablierte psychotherapeutische Ansätze. Das ist letztlich mein Hauptproblem mit dem fachlichen Teil des Buches: Viele Gedanken haben einen nachvollziehbaren psychologischen Kern, werden anschließend aber stärker verallgemeinert, als es die jeweilige Erklärung trägt.
Für wen funktioniert „Ausgesprochen stark“?
Meine eigene Leseerfahrung ist nur ein Teil der Bewertung. Ich beschäftige mich beruflich mit psychologischen Themen und kenne viele der beschriebenen Konzepte. Entsprechend lerne ich aus dem Buch wenig Neues und empfinde manche Erklärungen als zu oberflächlich. Das heißt aber nicht, dass das Buch seinen Zweck verfehlt. Wer bisher wenig darüber nachgedacht hat, welche Gefühle und Bedürfnisse hinter dem eigenen Schweigen stehen, weshalb bestimmte Gespräche Angst auslösen oder wie man überhaupt Worte für das eigene Erleben findet, bekommt hier einen sehr zugänglichen Einstieg. Die kurzen Kapitel, die direkte Ansprache, Reflexionsfragen und konkreten Gesprächshilfen senken die Schwelle, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gerade Leser:innen, die sich von umfangreichen psychologischen Sachbüchern eher abgeschreckt fühlen, können davon profitieren.
Fazit
„Ausgesprochen stark“ hinterlässt bei mir einen gemischten, insgesamt aber positiven Eindruck. Das Thema halte ich für wichtig, denn wie wir gelernt haben, mit Gefühlen, Bedürfnissen, Konflikten und Offenheit umzugehen, beeinflusst unsere Beziehungen erheblich. Das Buch ist hochwertig gestaltet, liest sich leicht und bietet insbesondere im Praxisteil einige hilfreiche Übungen und konkrete Anregungen. Am besten funktioniert es für mich dort, wo es nah an seinem Kernthema bleibt: Gefühle erkennen, Worte finden, schwierige Gespräche vorbereiten, empathisch zuhören und mit unerwarteten Reaktionen umgehen.
Schwächer wird es, sobald komplexe psychologische Zusammenhänge erklärt werden sollen. Schuld und Scham bleiben zu oberflächlich, das innere Kind wird kaum eingeordnet und einige Zusammenhänge zwischen emotionaler Verdrängung, psychischen Symptomen und körperlichen Erkrankungen werden mir zu eindeutig dargestellt. Dazu kommen viele Wiederholungen und eine Sprache, die mir stellenweise zu umgangssprachlich bzw. zu wenig distanziert ist. Für mich persönlich bleibt „Ausgesprochen stark“ deshalb inhaltlich unter dem, was ich mir von einem psychologischen Ratgeber wünsche. Für Leser:innen ohne größere Vorkenntnisse sehe ich allerdings deutlich mehr Nutzen. Genau deshalb bewerte ich das Buch nicht nur danach, was es mir persönlich gibt, sondern auch danach, wie gut es für seine eigentliche Zielgruppe funktionieren kann. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
Geeignet für Leser:innen, die sich bisher wenig mit Psychologie, Gefühlen und Kommunikation beschäftigt haben und lernen möchten, eigene Bedürfnisse besser wahrzunehmen und auszudrücken. Wer einen leicht verständlichen Einstieg mit Reflexionsfragen, praktischen Übungen und konkreten Formulierungshilfen für schwierige Gespräche sucht, kann aus dem Buch hilfreiche Impulse mitnehmen.
Weniger geeignet für Leser:innen, die bereits psychologische Vorkenntnisse mitbringen und fundierte, differenzierte Erklärungen erwarten. Wer Wert auf wissenschaftliche Einordnung, eine vertiefte Auseinandersetzung mit psychologischen Zusammenhängen und eine klare, strukturierte Vermittlung legt, könnte die Inhalte als zu oberflächlich, teilweise zu pauschal und redundant empfinden.
Ausgesprochen stark
Svenja Kinder
„Ausgesprochen stark“ von Svenja Kinder ist ein leicht verständlicher Ratgeber über Ehrlichkeit, Gefühle und offene Kommunikation. Besonders für Einsteiger:innen bietet das Buch praktische Übungen und hilfreiche Formulierungshilfen für schwierige Gespräche.
*Affiliate Links. Wenn Sie über diese Links kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.



